Fettverbrennung

Lange Zeit wurde irrtümlich angenommen, dass die Fettverbrennung erst nach etwa einer halben Stunde Ausdauertraining einsetzt. Dr. Moosburger vertritt in seiner Publikation „Muskuläre Energiebereitstellung im Sport“ die Auffassung, dass die Nährstoffverbrennung von Fetten und Kohlenhydraten abhängig ist von der Intensität einer Ausdauereinheit. So setzt die Fettverbrennung bei einem extensiven Cardio-Training gleichzeitig mit der Nährstoffverbrennung von Kohlehydraten ein. Lediglich bei sehr intensiven aeroben Belastungen, wie bei einem 5000m-Lauf (auf Wettkampfbasis) werden vorwiegend Kohlehydrate verbrannt. Zunächst sieht es also so aus, dass ein extensives Ausdauertraining zielführend für eine gewünschte Gewichtsabnahme (Körperfettabbau) ist. Derartige Überlegungen sind jedoch zu kurz gedacht. Nicht nur die Fettverbrennung während des Trainings ist entscheidend, vielmehr kommt es auch auf den gesteigerten Fettstoffwechsel in der Erholungsphase an. Der sogenannte Nachbrenneffekt wirkt durch eine intensivere körperliche Belastung durchaus stärker als bei einer extensiven Belastungseinheit.[1] Ein 40 minütiger Lauf bei mittelhoher Intensität (Herzfrequenz von 75-80%) kann daher zum Abnehmen förderlicher, als ein 50 Minuten-Lauf bei einer Herzfrequenz von 60%. Letztlich ist jedoch immer eine negative Energiebilanz (Differenz zwischen Nahrungsaufnahme und Energieverbrauch)[2] für den Fettabbau entscheidend. Ein Lauf bei niedriger Intensität aber langer Belastungsdauer erzielt den gleichen Effekt, wie ein kurzandauernder Lauf bei höherer Intensität. Es gilt: „Bei negativer Energiebilanz holt sich der Organismus die noch benötigte, aber „fehlende“ Energie aus dem Fettgewebe.“[3] Eine entscheidende Rolle spielt in diesem Zusammenhang auch der sogenannte Grundumsatz. Darunter „versteht man den Energieverbrauch bei ausschließlicher Bettruhe, abhängig von der individuellen Muskelmasse“[4].
Das heißt, „in Ruhe verbrennt der Körper in erster Linie Fett.“[5] Deutlich wird dieser Effekt am Vergleich des Energieverbrauchs eines Mannes mit dem einer Frau bei ausschließlicher Bettruhe. Da die körperliche Zusammensetzung des Mannes mehr Muskelmasse aufweist[6], ist dessen Grundumsatz um etwa 15% höher als der einer Frau mit gleichem Körpergewicht.[7]




[1] vgl. Moosburger o.J., S. 3. Verfügbar unter: http://www.laktatmessung.de/download/fettverbrennung.pdf
[2] vgl. Universität Düsseldorf o.J. Verfügbar unter: http://www.uni-duesseldorf.de/MathNat/Biologie/Didaktik/Nahrung/de/lexikon.html
[3] Moosburger o.J., S. 3. Verfügbar unter: http://www.laktatmessung.de/download/fettverbrennung.pdf
[4] ebd.
[5] Moosburger o.J., S. 2. Verfügbar unter: http://www.laktatmessung.de/download/fettverbrennung.pdf
[6] vgl. Universität Bochum o.J. Verfügbar unter: http://vmrz0100.vm.ruhr-uni-bochum.de/spomedial/content/e866/e2442/e9012/e9017/e9295/e9314/index_ger.html
[7] vgl. Moosburger o.J., S. 2. Verfügbar unter: http://www.laktatmessung.de/download/fettverbrennung.pdf