Info:
Mit aufrechtem Oberkörper wird die Langhantel aus dem Hantelständer genommen und vorsichtig auf dem Trapezmuskel im Nacken abgelegt. Um der Hantel einen besseren Halt zu geben bietet es sich an die Schultern zurückzuziehen. Bevor der Oberkörper gesenkt wird sollte eingeatmet werden und erst beim Heben des Oberkörpers erfolgt das Ausatmen. Die Fußspitzen zeigen leicht nach Außen. Beim Absenken des Gewichts wird die Rumpfmuskulatur angespannt und der untere Rücken bleibt gerade. Man kann sich vorstellen, dass hinter einem ein Hocker steht, welchen man mit seinem Hinterteil berühren möchte. Der Oberkörper sollte so tief wie möglich abgesenkt werden (Oberschenkel mindestens parallel zum Boden). Dabei wird das Gewicht auf dem ganzen Fuß verteilt. Die Hantel sollte im tiefsten Punkt muskulär und nicht durch die Gelenke abgebremst werden (kein Abfedern). Während der gesamten Bewegung sollten die Knie nicht oder zumindest nur minimal über die Fußspitzen hinausragen und der Blick ist stets nach vorne gerichtet. Es kann sein, dass man zunächst die Beweglichkeit im Bereich des Fuß- und Hüftgelenks trainieren muss um die Übung korrekt ausführen zu können. Dazu können Dehnübungen, als auch die eigentliche Übung an sich (mit geringen Gewichten) hilfreich sein.
Häufige Fehler:
- Beugung nicht tief genug
- Durchsackende Bewegung, da Körperspannung nicht aufrecht erhalten wird
- Geschwindigkeit zu hoch
- Verwendung von unterstützenden Kniebandagen (nur bei Verletzungen empfohlen)
- Ausweichbewegung nach rechts, links, vorne, hinten (muskuläre Dysbalancen?)
Alternativen:
Kniebeuge mit
Kurzhantel
Kniebeuge mit Pokal
Schlechte Alternativen:
Kniebeugen an der
Multipresse
Durch die fixierte Führung der Hantelstange wird der untere
Rücken übermäßig stark belastet. Zudem fällt bei der freien Bewegung der
gewünschte Trainingsreiz für die Oberschenkelmuskulatur (Quadrizeps) um 50 %
höher aus.[3]
Beinstrecken an der
Maschine
Experten der Non-Profit-Organisation Mayo Clinic fanden
heraus, dass bei dieser Übung die
Belastung für die Knie deutlich höher ausfällt, als bei der freien
Kniebeuge, da durch die Hebelkraft eine große Last auf die Kniegelenke wirkt.[4]
[1] vgl. Wirth 2012, S. 64
[1] vgl. Wirth 2012, S. 64
[2] vgl. Campbell 2010, S. 188 ff
[3] vgl. Campbell 2010, S. 205
[3] vgl. Campbell 2010, S. 205
[4] vgl. Campbell 2010, S. 211
